
Ordenssitz: Trondheim (gefallen)
Ordensoberhaupt: Ab Gundar (verstorben)
Ordensfarbe: Grau
Ordenssymbol: Faust, welche um einen Blitz
geschlossen ist
Der Erzengel Raguel wurde einst von Gott mit der Aufgabe betraut, die gefährlichen Überbleibsel aus der Zeit davor zu verwahren und Sorge dafür zu tragen, dass kein Übel aus ihnen entstünde. Das eher verschlossene und zurückgezogene Wesen seiner Engel und sterblichen Diener spiegelte diese Einstellung wieder.
Hoch im Norden Europas, in Trondheim, errichtete dieser Orden seinen Himmel. Zu der Bevölkerung unter ihrer Obhut hatten die Ragueliten nicht viel Kontakt und behandelten ihr skandinavisches Lehen eher stiefmütterlich. Scheinbar verwendeten sie ihre gesamte Energie darauf, die ihnen anvertrauten Artefakte zu untersuchen und vor Missbrauch zu schützen.

Um das Jahr 2642 steuerte das große nordeuropäische Brandland geradewegs auf Trondheim zu. Ab Gundar rief alle seine Engel zum Himmel zurück um der Gefahr geschlossen entgegen treten zu können. Die getroffenen Abwehrmaßnahmen, sowie alle Rituale und Gebete scheiterten jedoch letzten Endes und die Katastrophe trat am 1. Februar 2642 ein: Der Himmel der Bewahrer der Technik wurde vom Fegefeuer zerstört. Der Orden der Ragueliten war gefallen und hörte von diesem Tag auf zu existieren.
Viele Gerüchte ranken sich um diesen schwarzen Tag.
Einige behaupten
sogar, Gott habe den Orden gestraft weil er vom rechten Weg abgekommen
und sich mit der Technik versündigt hätte. Die Engel
des Ordens mit
ihren aufgestellten Haaren und den mysteriösen Vibrolanzen
verschwanden
jedenfalls für immer aus Europas.
Nur zwei raguelitische Engel überlebten die Vernichtung des
Himmels, weil sie es nicht rechtzeitig zurück geschafft hatten:
Calliel und Thariel.
Calliel wurde später unter dem Namen Hiob bekannt und starb
unter
mysteriösen Umständen in Roma Aeterna nachdem er
zuvor seine Flügel
verloren hatte. Thariel wandte sich von der Kirche ab und schloss sich
der Urbanis Liga an. Über seinen Verbleib und seine
Machenschaften ist
allerdings wenig bekannt.
Klöster und Außenposten der Ragueliten wurden zumeist den Orden zugesprochen, in deren Gebiet sie errichtet worden waren. Die Bewohner, die vor der Vernichtung des Himmels nicht in diesen zurückgekehrt waren, fügten sich entweder in die anderen Orden ein oder flüchteten in die Arx, einer schwerstens befestigten Trutzburg der Ragueliten vor den Toren Roma Aeternas. Die Arx stellte heute die letzte isolierte Niederlassung der Ragueliten dar, nachdem der Orden offiziell vom Konsistorium aufgelöst wurde. Ramiels Diener übernahmen die Aufgabe, das verwaiste Skandinavien in ihre Obhut zu übernehmen und den dort lebenden, oft verwilderten Menschen den Glauben wieder näher zu bringen.
Nobuel zwinkerte.
Nein, jetzt durfte er auf keinen Fall nachlassen. Seine Finger
zitterten. Und sie waren feucht. Nicht gut.
Gar nicht gut.
Ein einzelner Schweißtropfen bildete sich auf der Stirn
und rann ausgerechnet seine Nase hinab. Hastig wischte er ihn fort,
bevor
er mitten auf das Ketzerwerk tropfen konnte. "Halt die Laterne
rüber Flaviel! Ich sehe nichts..." knurrte er und es wurde
tatsächlich etwas heller. "Nobuel.. das Licht... es blinkt
jetzt rot!" hörte er die zitternde Stimme der Scharschwester.
"Ich weiß. Sei still!" gab er knapp zurück.
Dann endlich - mit viel Fingerspitzengefühl - hatte
er es geschafft. Strom floss nun durch die
provisorische Überbrückung und verhinderte einen
Kurzschluss. Mit
einem Ruck zog er die Kabel die zum Zünder führten.
Nichts.
Nobuel hörte, wie seine Schargeschwister die Luft anhielten.
"Ihr könnt euch entspannen. Ich habe den Zünder
lahmgelegt und mit der Überbrückung verhindert, dass
das Ding hochgeht wenn man die Kabel zieht und... Versteht hier
eigentlich überhaupt irgendjemand was ich sage?"
vorsintflutliche Bedrohung